Die Legende


Ein kleiner Abschnitt der gro√üen Bibliothek ist der Geschichte der Kant√°lin gewidmet. Irgendwann vor vielen Jahrhunderten wurde ihre Geschichte einmal aufgeschrieben, doch nur die wenigstens haben des zeitlosen Volkes haben sie je gelesen. Eine dicke Staubschicht bedeckt die B√ľcher...

Legende Wie sie zu den Kant√°lin wurden Atlantis - Ihre Heimat Wie sie leben

Wie sie leben

Die Kantálin leben abgeschieden von der Welt der Menschen auf der Insel Atlantis, durch einen Zauber geschützt vor den Augen der Menschen. Denn die Menschen neiden den Kantálin alles, was sie haben. Ihre Schönheit, ihre Weisheit, ihre Unsterblichkeit und ihre Unverwundbarkeit.

Viele Jahrhunderte nach dem grausamen Krieg zeigten sich die Kantálin wieder in der Welt der Menschen, doch sie wurden verflucht, geächtet und für vogelfrei erklärt. In jener Zeit geschah es nicht selten, dass ihre Schönheit, vor allen den weiblichen Kantálin, zum Verhängnis wurde. Viele der Frauen hielten den Schmerz und die Erniedrigung nicht aus und nahmen sich selbst das Leben, nachdem ein Sterblicher mit Gewalt Hand an sie gelegt hatte. Die Kantálin zogen sich zurück auf Atlantis, ihre Heimat und gleichzeitig ihr Gefängnis.

Dort auf Atlantis entstand eine Kultur, so friedfertig und stabil, wie es sich die Menschen seit Jahrhunderten erträumen. Sie fanden eine Weg, auf ihrer Insel in Harmonie miteinander zu leben, das Klassendenken der Menschen abzuwerfen. Denn es gab für sie keinen Reichtum mehr. Ihre Gesellschaft war so klein, dass Geld ihnen nichts mehr bedeutete. Mit den Kindern wuchs sie zwar, aber diese Kinder hatten kein Verlangen nach Reichtum, da ihnen dieses Wort nichts bedeutete und sie den Sinn, reich zu sein, nicht verstanden. Auf Atlantis fühlten sie sich glücklich und reich.

Die Kantálin gründeten das Gradísium, den Ältestenrat. Die 10 ältesten Kantálin wohnten dem Gradísium bei. Das Wort des Rates war Gesetz, Gerichte und Gewaltenteilung kannten die Kantálin nicht, doch bei ihrer kleinen Gemeinschaft, isoliert auf ihrer Insel, war dies auch nicht notwendig. Es gab niemals eine Revolution oder eine Rebellion gegen die Regierung. Die Ratsmitglieder haben nicht nur die Erfahrung eines Lebens, sondern die Erfahrung von ein paar Jahrhunderten und sie stellen sich nicht gegen die neuen Zeiten, da sie schon viel zu viele Zeitwechsel erlebt haben, als dass sie diese ignorieren könnten.

Das Gradísium gründete schließlich die Gilde der Weltenbummler, Térrigo in ihrer Sprache. Die Térrigo erhalten eine Ausbildung, durch die sie die Verhaltensweisen der Menschen lernen. Sie lernen es, sich zu schminken wie die Menschen, allerdings nicht, um schöner auszusehen, sondern um unauffälliger zu sein. Die Térrigo schminken sich ihre Schönheit weg.

Die Térrigo streuen Legenden in die Welt, erzählen hier und da etwas von dem wundersamen Volk, dass verborgen auf Atlantis liegt. Sie erzählen von ihrem Schicksal und von ihrem Leben, von ihrer Schönheit und der daraus resultierenden Isoliertheit.
Es gibt nicht viele, die den Térrigo Glauben schenken, doch bei den Kindern bleiben die Geschichten haften, nachts träumen sie von der verborgenen Insel, auf der ein Volk, elfengleich und doch ganz anders, seinem Leben nachgeht und zufrieden damit ist, einfach nur leben zu können. Diese Kinder tragen die Geschichten weiter in die Welt, hinter vorgehaltener Hand, damit die Erwachsenen sie nicht verspotten. Der Glanz der Kantálin lebt allein in den Herzen der Menschenkinder, die noch träumen können.

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