Ihre Feste


Es gibt nur wenig Feste im Leben der Kant√°lin. Mit ihrer Lebensfreude haben sie auch die Freude am Feiern verloren. G√§be es nicht diese Schriften √ľber ein paar ihrer Feste, w√ľrden diese schnell in Vergessenheit geraten. Die Kant√°lin sind kein feierndes Volk.

Feste Natalé Soltaré Beltaine Adearé

Natalé - Das Fest der Geburt

Geburten sind unter den Kantálin selten geworden, da sie ein Kind nicht mehr als Ausdruck ihrer Liebe zueinander ansehen oder sich, aufgrund ihrer Unsterblichkeit, denken, dass sie alle Zeit der Welt dazu haben.

Wenn nun aber doch ein Kind geboren wird, so gibt es ein großes Fest zu Ehren der Eltern und des Kindes. Es ist der einzige Geburtstag, der unter den Kantálin gefeiert wird, da sie zu lange leben, um an ihren Tag der Geburt etwas besonderes zu sehen.

Aus der lang vergessenen Religion ihrer Vorfahren haben sie das Geburtenritual und die Segnung des Säuglings beibehalten. Jeder Kantálin, der Zeit hat, geht an diesem Tag hoch zum alten Tempel der Atlanter. Die Muntála singen von dort oben, um jeden in Hörweite zu dem Tempel zu locken, um an der Segnung des Kindes teilzuhaben.

Den ganzen Tag über strömen die Kantálin dahin, feiern und singen und tanzen. Die Alten erzählen den Jüngeren Geschichten über ihr Leben, vor allem den Térrigo wird mit Spannung gelauscht.

Erst, wenn es Abend wird, entzündet der Fuaná der Sanábri ein kleines Feuer im Tempel an einer eigenes dafür vorgesehen Feuerstelle neben dem Altar. Der Sanábri, der das Kind auf die Welt geholt hat, tritt mit dem Säugling vor den Altar. Der Fuaná nimmt Asche vom Feuer auf seine Finger, spricht die rituellen Worte areja mikí dajó1 und streicht auf die Stirn des Kindes das Zeichen der Segnung, das Zeichen des längst vergessenen Gottes Furestus.

Nach der Segnung wird das Kind wieder den Eltern übergeben und das Fest löst sich langsam auf.

Strich
Erläuterungen:
1: areja mikí dajó: Gesegnet sei dies Kind

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